
Bokonbayevo
Bokonbayevo
An der Südküste des Issyk-Kul-Sees auf 1800 m Höhe konzentriert sich Bokonbayevo auf die nomadische Seele des Kirghizistan: Adlerjagd, Jurten mit Seeblick und unberührte Gipfel.
Bokonbayevo ist eine kleine Stadt mit 12 500 Einwohnern am Ufer des Issyk-Kul-Sees, 160 km von Karakol und 280 km von Bischkek entfernt. Die Kleinstadt trägt ihren Namen nach einem kirgisischen Dichter.
Zentrum des Ökotourismus des Kirghizistan empfängt Bokonbayevo jedes Jahr zahlreiche Besucher, die die malerische Natur der Region genießen und sich mit den kirgisischen Traditionen vertraut machen möchten.
Ein wenig Geschichte
Bokonbayevo erlebte während der Sowjetzeit eine glorreiche Epoche, die Vollbeschäftigung bot. Heute leidet die Stadt unter einer sehr hohen Arbeitslosenquote und viele Industrien haben ihre Türen geschlossen. Die Einwohner sind daher zu traditionellen landwirtschaftlichen Techniken zurückgekehrt, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Bokonbayevo heute
Trotz seines wenig einladenden Äußeren wird die kleine Kleinstadt für einen Übernachtungsaufenthalt geschätzt. Das Dorf dient nämlich als Basis für Wanderungen ins Hinterland und besonders in die Gipfel und Täler des Südens.
Dieses Bergdorf auf 1800 Metern über dem Meeresspiegel bietet seinen Gästen ein Museum und einige Erinnerungen an seine Sowjetzeit, insbesondere mit einer Lenin-Büste mit Hammer und Sichel sowie ein Kriegsdenkmal. Eine neue Moschee hat ihren Platz in der Stadt an der Ecke Atakan und Turusbekova eingenommen und erinnert an eine der dominierenden Religionen der Region. Das kleine Stadtmuseum zeigt stolz eine Sammlung von Gemälden lokaler Künstler, die Manaschi, Adlerjäger und andere lokale Szenen darstellen.
Für Interessierte beherbergt Bokonbayevo eine kleine lokale Handwerksfabrik, die Shyrdaks (Teppiche) und andere Filzprodukte herstellt. Sie können dort vorbeischauen, um die Herstellungstechniken zu entdecken und sich einige Filzstücke zu sichern.
Während der Hochsaison findet das Adlerjagd-Festival statt. Zahlreiche Falknerei-Enthusiasten reisen dann nach Bokonbayevo, um ihre Kunst zu präsentieren und einige Demonstrationen zu geben.
Bokonbayevo genießt jedoch eine gewisse Bekanntheit bei Reisenden eher wegen seiner umgebenden Natur mit der Terskey-Alo-Too-Bergkette, heißen Quellen, Wasserfällen und dem See. Mehrere Gasthöfe und Jurtenlager wurden an den Ufern des Issyk-Kul-Sees errichtet, um sich in einem außergewöhnlichen Rahmen zu entspannen und gleichzeitig die kirgisische Kultur und Traditionen in sich aufzunehmen. Sie können problemlos einen kurzen Sprung in den See machen oder eine kleine Angelpartie unternehmen. Am Abend entspannen Sie sich am Lagerfeuer und lauschen den kirgisischen Gesängen.
Diese noch wenig erforschte Region ist ein Juwel für Bergsteiger oder Wanderbegeisterte. Viele Gipfel sind noch von menschlichen Spuren unberührt und tragen noch keinen Namen.
Es gibt drei Busse, die vom Westbahnhof Bischkek nach Bokonbayevo fahren. Der Bus fährt ab, sobald er voll ist, und braucht etwa 4 Stunden, um das Dorf zu erreichen.
Es werden auch Sammelfahrtaxis angeboten.
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