Die Demografie des Landes
Kirgisistan ist ein Land mit knapp 6 Millionen Einwohnern, von denen die Mehrheit auf dem Land lebt. Kirgisistan verzeichnet eine sehr junge Bevölkerung mit 30% Jugendlichen unter 15 Jahren und nur 5% Personen über 65 Jahren bei einem Durchschnittsalter von 24 Jahren.
Kirgisistan ist ein Land mit knapp 6 Millionen Einwohnern, von denen die Mehrheit auf dem Land lebt. Kirgisistan verzeichnet eine sehr junge Bevölkerung mit 30% Jugendlichen unter 15 Jahren und nur 5% Personen über 65 Jahren bei einem Durchschnittsalter von 24 Jahren.
Die Bevölkerung Kirgisistans wird überwiegend von Kirgisen gebildet, registriert aber zahlreiche andere ethnische Gruppen und Nationalitäten.
Demografische Daten
Gesamtbevölkerung: 5.957.000
Natürliches Bevölkerungswachstum: 2,1%
Stadtbevölkerung: 35,7%
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner/km²
Durchschnittsalter: 24,0 Jahre
Lebenserwartung in Jahren:
- Männer: 65,5 Jahre
- Frauen: 72,7 Jahre
Erwerbstätigenquote: 71,2% (Quelle: UN – Vereinte Nationen, 2014)
Ethnische Herkunft:
Kirgisen: etwa 71% der Bevölkerung,
Usbeken: etwa 15%,
Russen: etwa 8%,
Dunganen, Ukrainer, Uiguren und andere ethnische Gruppen (darunter Tadschiken, Türken, Kasachen und Tataren) bilden etwa 6% der Bevölkerung.
Religion: Muslimisch 75%, orthodox (russisch) 20%, sonstige 5%
Die Kirgisen
Die Kirgisen stammen von türkischen ethnischen Gruppen ab. Nach langen Wanderungen von Sibirien bis zum Jenissei ließen sich die Kirgisen schließlich im Altai und in Dzungarien nieder. Um sich von der Herrschaft des Königreichs "Kokand" zu befreien, schlossen sie sich dem Russischen Reich an und ließen sich daraufhin im Norden des Landes nieder. Die Russen führten schließlich Krieg mit dem Kokand-Königreich und gelang es ihnen, dieses zu stürzen. Logischerweise ließen sie sich in der südlichen Region nieder und gründeten die Turkestanische Republik, die damals Semiretschje, Syr-Daria, Fergana und Samarkand umfasste.
1916 begannen einige Kirgisen, vor der sowjetischen Unterdrückung zu fliehen und in benachbarte Länder auszuwandern. So findet man heute noch Kirgisen in China und Usbekistan.
Ehemals Nomadenvolk, sind die Kirgisen heute sesshafter geworden, züchten aber weiterhin Herden von Schafen, Yaks oder Pferden.
Die Kirgisen sind heute in der Mehrheit und ihre Zahl entwickelt sich seit der Unabhängigkeit weiter.
Die Kirgisen sind hauptsächlich muslimischen Glaubens, haben aber ihre schamanischen Traditionen bewahrt.
Die anderen ethnischen Gruppen
Neben den Kirgisen verzeichnet Kirgisistan zahlreiche weitere ethnische Gruppen:
Die Usbeken: Diese ethnische Gruppe stammt von türkischen Völkern ab und lebt hauptsächlich im Fergana-Tal. Die Usbeken stellen die größte Minderheit Kirgisistans mit 15% der Bevölkerung dar. Sie unterhalten enge Beziehungen zu anderen ethnischen Gruppen, besonders zu den Uiguren und Kasachen. Die Usbeken sind sunnitische Muslime.
Obwohl Kirgisen und Usbeken heute sehr gut miteinander leben, haben sie doch heftige Konflikte erlebt, insbesondere 1990 in Osch bei der Unabhängigkeit und 2010 im Fergana-Tal.
Die Russen: Sie machen 9% der Bevölkerung Kirgisistans aus. Zwar waren sie in früheren Jahren viel zahlreicher, doch sind die Russen seit der Unabhängigkeit allmählich in ihre Heimat ausgewandert. Sie konzentrieren sich hauptsächlich im Norden des Landes, besonders in der Hauptstadt Bischkek.
Die Uiguren: Sie repräsentieren nur 1% der Bevölkerung. Die Uiguren stammen hauptsächlich aus der autonomen Region Xinjiang in China. Viele sind wegen chinesischer Unterdrückung aus ihrem Land geflohen. Als Muslime können sie sich leichter in Kirgisistan niederlassen und den Usbeken nahekommen, die sich stark an uigurische Sitten und Gebräuche anlehnen.
Die Dunganen: Wie die Uiguren sind auch die Dunganen muslimischen Glaubens und sind aus China geflohen, um Zuflucht in Kasachstan und Kirgisistan zu finden.
Sprache
Kirgisistan nutzt die russische Sprache als Amtssprache. Allerdings registrierte Kirgisistan nach seiner Unabhängigkeit im September 1991 die Kirgisische Sprache als Nationalsprache.


